12.03.2013

KITA "Ringelsocke" in Ehlhalten

Gabriele Sutor
Gabriele Sutor

Nach dem bereits seit langem in Ehlhalten mit Sorge beobachteten Rückgang in der Belegung der Kindertagesstätte „Ringelsocke“ – bis hin zu Gerüchten über eine Schließung von Gruppen oder gar der Kita hat nun der Magistrat dem Ortsbeirat und dem SKA eine Beschlussvorlage vorgelegt, der alle Abgeordneten nach intensiver Diskussion über die Konseqeunzen für die Kinder und Eltern, den zusätzlichen finanziellen Belastungen, der Belastung durch einen Wechsel im Personal und im pädagogischen Anspruch einstimmig zugestimmt haben.

Bündnis 90/Die Grünen werden auch in der nächsten Stadtverordnetenversammlung dem Beschlussvorschlag aus folgenden Gründen zustimmen:

  1. Die Erhaltung der Kindertagesstätte gerade für die Kleinsten am Wohnort ist eine Grundvoraussetzung zur Förderung der ersten sozialen Kontakte über den Familienkreis hinaus. In dieser Zeit schließen die Kinder häufig erste Freundschaften und erweitern ihr Umfeld. Eine mögliche Schließung oder Verkleinerung der KITA und die Unterbringung der Kinder in anderen Ortsteilen oder gar anderen Gemeinden würde diesen wichtigen Aspekt in der Betreuung und Förderung unserer Kinder reduzieren.
  2. Mit Montessori als neuem Träger hat der Magistrat einen anerkannten und in Vockenhausen bereits bewährten Kindergartenträger vorgeschlagen. Das pädagogische Konzept dieses Trägers ist geprägt von den Leitsätzen von Maria Montessori und fördert die Selbständigkeit der Kinder. Entstanden ist die Fördergemeinschaft in Eppstein 1997 aus einer Elterninitiative. Das damalige Ziel, in Eppstein Kindergartenplätze mit einem alternativen pädagogischen Konzept zu schaffen, konnte 1999 verwirklicht werden. Diesem Träger nun die Möglichkeit zu geben, mit seiner Einrichtung in Ehlhalten heimisch zu werden begrüßen und unterstützen wir.
  3. Die Kindergruppen bei Montessori sind kleiner, jedoch sind die Gebühren im Vergleich zu städtischen Einrichtungen höher. Um diese Mehrbelastung der Eltern aufzufangen, schlägt der Magistrat vor, die Differenz bei gleichwertigen Modulen für die Eltern der gegenwärtig in der „Ringelsocke“ angemeldeten Kinder zu übernehmen. Dies ist eine freiwillige Leistung der Stadt, die trotz der knappen Haushaltslage von allen Stadtverordneten im SKA und Ortsbeirat Ehlhalten begrüßt und unterstützt wurde.
  4. Das gegenwärtige Personal der „Ringelsocke“ kann sich selbst entscheiden, ob es unter dem neuen Träger weiter in der „Ringelsocke“ beschäftigt sein will. Es hat damit die Chance, eine zusätzliche Weiterbildung in der Montessori-Pädagogik in Anspruch zu nehmen. Es besteht auch die Möglichkeit in eine andere Eppsteiner KITA zu wechseln, die Weiterbeschäftigung ist damit garantiert.



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